Lehrerfortbildungen

Um die Relevanz des Themas zu erfassen, ist es unerlässlich, Sensibilität zu entwickeln und eine stetige Weiterentwicklung des Schutzkonzepts aktiv mitzutragen. In Fortbildungen werden Beschäftigte vor allem in ihrer Rolle als Schützende angesprochen und gestärkt. Ziel der Fort- und Weiterbildungen ist es, dass sie sich im Umgang mit dem Thema sicherer fühlen und ihre helfende Position für Betroffene optimal nutzen können, indem sie die eigene Handlungskompetenz weiterentwickeln. Auch nach Abschluss des Entwicklungsprozesses wird die Hauptschule Hiltrup thematische Studientage in größeren Abständen ansetzen.

Angedacht sind Lehrerfortbildungen zu den Themen:

  • Zwangsverheiratung
  • Sexueller Kindesmissbrauch – zwischen Ohnmacht und Tatendrang
  • Das war doch nur Spaß, oder…???

Lehrerfortbildung „Zwangsverheiratung“:

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an der Hauptschule Hiltrup beträgt ca. 70%. Zwangsverheiratung ist daher zweifellos Thema an der Hauptschule Hiltrup. Das Lehrerkollegium soll sensibilisiert werden, mögliche Hinweise wahr- und ernst zu nehmen und gegebenenfalls Handlungsstrategien für den Umgang damit zu entwickeln. Sie müssen wissen, an wen sie sich bei Unterstützungsbedarf wenden können und welche Strategien es gibt, wenn Gefahr im Verzug ist und schnell gehandelt werden muss. Das Mädchenhaus Bielefeld e.V., Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat, bietet Lehrerfortbildungen dazu an.

Lehrerfortbildung „Sexueller Kindesmissbrauch – zwischen Ohnmacht und Tatendrang“:

Mit dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs werden Pädagog:innen in der Praxis häufig konfrontiert. Eigene Ängste, Unsicherheiten und Ohnmachtsgefühle sowie der Wunsch nach „schneller Hilfe“ verhindern oft Lösungsstrategien, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientieren.

Lehrerfortbildung „Das war doch nur Spaß, oder … ???“:
Jugendphase und Sexualität sind nicht voneinander zu trennen. Deshalb sind viele Pädagogen*innen mit ständigen sexuellen Äußerungen und Handlungen von Jugendlichen konfrontiert. In einer entsprechenden Weiterbildung soll das o.g. Thema beleuchtet werden und geeignete Reaktionen und Maßnahmen unter Beachtung des Schutzauftrages erarbeitet werden.

 

Nach oben scrollen